Herman Kruyder neu betrachtet, jenseits des Bildes vom Einzelgänger
Redaktion ·
Singer Laren zeigt bis einschließlich 14. Februar 2027 Werke von Herman Kruyder. Neue Forschung lenkt den Blick von seinem Ruf auf seine künstlerische Entwicklung.

Eine Ausstellung über Herman Kruyder beginnt nicht mit dem Klischee des gequälten Einzelgängers, sondern mit der Entwicklung seines Werks. Bis einschließlich 14. Februar 2027 zeigt Singer Laren die erste monografische Ausstellung über ihn seit dreißig Jahren.
Gastkuratorin Caroline Roodenburg-Schadd stützt die Präsentation auf neue kunsthistorische Forschung. Kruyder (1881–1935) erscheint dabei nicht nur als „mad genius“ oder kindliches Talent: Die Ausstellung verfolgt seine künstlerische Entwicklung und hinterfragt diesen Ruf.
Auch Jo Kruyder-Bouman (1886–1973), bekannt für Kinderbücher und Holzschnitte, wird vorgestellt.

Eine Gruppe von Tierdarstellungen aus Kruyders letzten Jahren in Blaricum gilt laut Pressemitteilung als Höhepunkt. Dazu gehören Der Hund, Der Hengst und Das Kalb. Die Werke verorten die Gemälde in seiner späten Schaffensphase, ohne das Gesamtwerk auf eine biografische Erzählung zu reduzieren.
Die Ausstellung läuft bis einschließlich 14. Februar 2027. Am Sonntag, dem 11. Oktober, hält Caroline Roodenburg-Schadd um 16 Uhr einen Vortrag im Theatersaal. Er kostet 12,50 Euro, für Unterstützer 10 Euro, jeweils zuzüglich Museumseintritt.