Der Markiezenhof: ein Stadtpalast erzählt Stadtgeschichte
Vom Adelssitz zum Museum: Das Gebäude trägt mehrere Jahrhunderte in sich. Ein neues Modell zeigt, warum Bergen op Zoom gerade hier wuchs; einige ältere Museumsräume sind vorübergehend geschlossen.

Der Innenhof des Markiezenhofs zeigt Galerien, einen Turm und Fassaden, die zur Geschichte des Gebäudes gehören. Die Anlage entstand Ende des 15. Jahrhunderts als Hof der Herren von Bergen op Zoom. Sie diente als Wohnsitz und Verwaltungszentrum. Die Geschichte des Hauses ist damit Teil des Museumsrundgangs.
Der Hof wechselte danach mehrfach seine Funktion. Er diente unter anderem als Militärhospital und Kaserne; im 20. Jahrhundert folgten Restaurierung und Museumsbetrieb. Die heutige Dauerausstellung zeigt diese lange Geschichte in einer neu eingerichteten Präsentation, nicht als unveränderte Einrichtung aus der Zeit der Marquis. Historisch gestaltete Räume und Präsentationen über Geschichten und Geheimnisse stehen neben Ausstellungen zur Stadt und Region.

In der neuen Dauerausstellung Tussen vesting en delta (Zwischen Festung und Delta) steht ein Modell der alten Festungsstadt im Mittelpunkt. Bergen op Zoom liegt am Übergang vom Höhenzug Brabantse Wal zur Schelderegion, wo Sand und Lehm, Süß- und Salzwasser aufeinandertreffen. Ein Historiker, ein Förster und ein Klimatologe betrachten die Landschaft jeweils aus ihrer fachlichen Sicht. Das Modell verbindet Boden, Wasser, Verteidigung und Handel.
Die Wechselausstellung Vesting, Verzet, Vrijheid (Festung, Widerstand, Freiheit) stellt die Verteidigungsgeschichte in den Vordergrund. Bis zum 3. Januar 2027 sind dort Objekte, Geschichten und historische Bilder über die Festungsstadt zu sehen. Tussen vesting en delta beginnt bei Landschaft und Lage; Vesting, Verzet, Vrijheid bei Menschen und Ereignissen rund um die Festung.
Am Sonntag, dem 18. Oktober, ist der Markiezenhof von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Die Miniaturkirmes und Authentiek Bergs sind vorübergehend nicht zugänglich. Die übrigen Museumsräume bleiben geöffnet.