Adam Pendleton macht aus einem weißen Treppenhaus einen schwarzen Raum
Redaktion ·
Ab dem 10. Oktober zeigt das Stedelijk seine erste Museumsausstellung in den Niederlanden. Acht goldene Zeichnungen verändern den Umgang eines historischen Treppenhauses.

Am 10. Oktober 2026 eröffnet das Stedelijk Museum Amsterdam Adam Pendleton: Some Wild Kind of Language. Die Ausstellung läuft bis zum 17. Januar 2027. Das Museum nennt sie seine erste museale Präsentation in den Niederlanden, mit Gemälden im IMC-Ehrensaal und großen Zeichnungen am Treppenhaus.
Dieses Treppenhaus hat eine eigene Geschichte. Willem Sandberg ließ die Backsteinwände dort 1938 weiß streichen und machte später als Direktor auch die Säle weiß. Pendleton verwandelt den Umgang von 1895 für die Ausstellung in einen „black cube“. In den Nischen hängen acht monumentale goldene Zeichnungen auf mattschwarzem Papier.
Im Ehrensaal sind Gemälde zu sehen, die teils fast sechs Meter breit sind. Das Museum nennt Black Dada, Days und WE ARE NOT als Werkgruppen, die auf moderne Kunst der Sammlung reagieren. Pendleton beginnt auf Papier mit Farbe, Tinte, Aquarell, Sprühfarbe, Schrift und Schablonen; danach folgt Siebdruck von Hand oder maschinell.

Seit 2008 arbeitet der Künstler mit seiner Methode Black Dada. Laut Museum geht es dabei um die Freiheit, Regeln zu brechen und Erwartungen an einen Schwarzen Künstler zu hinterfragen. Diese Untersuchung zieht in ein Gebäude ein, in dem schon die Farbe der Wände eine kunsthistorische Geschichte erzählt.
Das Stedelijk liegt am Museumplein 10 und ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Fotos zu diesem Artikel zeigen die Außenseite des Museums 2019 und 2018, nicht die Ausstellung oder ein Werk von Pendleton.