Adri Pieck malte und setzte sich für Tiere ein
Redaktion ·
Ab dem 16. Oktober verbindet das Museum Amersfoort eigene Werke mit einer Privatsammlung. So wird die Künstlerin hinter einem weithin vergessenen Namen sichtbar.

Vom 16. Oktober 2026 bis zum 14. März 2027 zeigt das Museum Amersfoort Adri Pieck – Künstlerin und Aktivistin. Adri Pieck (1894–1982) malte Landschaften, Stadtansichten, Tiere und Menschen. Laut Museum blieb ihr Werk außerhalb der Region weitgehend unbekannt.
Erstmals verbindet das Museum eigene Werke mit Stücken aus der Sammlung Van der Horst. Verschiedene Stile, Techniken und Themen kommen so nebeneinander zur Geltung. Zwei Selbstporträts und De Stad ontwaakt gehören zu den genannten Werken aus Museumsbesitz.
„Aktivistin“ ist im Titel keine bloße Zuschreibung. Pieck war Vegetarierin und stellte ihre Kunst dem Tierschutz, dem Bund gegen Zughunde und der Bewegung gegen Tierversuche zur Verfügung. Thema und Überzeugung verbinden sich in ihrem Leben, ohne jedes Bild zum Manifest zu machen.

Die Ausstellung fragt auch, warum ihr Cousin Anton Pieck im Gedächtnis blieb, sie selbst jedoch viel weniger bekannt ist. Das Museum zeigt sie über ihre eigene Bildsprache und ihre gesellschaftlichen Entscheidungen, nicht allein über die Familie.
Das Museum Amersfoort liegt an der Westsingel 50. Am Samstag, 17. Oktober, findet dort von 10 bis 17 Uhr ein kostenloses Stadtfest mit Kurzführungen zu Pieck und einer Aktion zu Tierporträts statt. Regulär ist das Museum dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.