Carel Visser stellt Eisen zwischen die Bäume
Bis zum 25. Oktober stehen dreizehn Skulpturen von Carel Visser in den Rijksmuseum-Gärten. Dort wird sichtbar, wie seine strengen Formen auf die Natur blicken.

Ein ungewöhnlicher Weg durch die Rijksmuseum-Gärten führt diesen Herbst an dreizehn monumentalen Skulpturen von Carel Visser vorbei. Nach Angaben des Museums läuft die Ausstellung vom 5. Juni bis 25. Oktober 2026; der Eintritt ist frei. Am Dienstag, 20. Oktober, bleibt also nur noch wenig Zeit, die Werke als Gruppe zu sehen.
Visser wählte oft Stahl und Eisen. Mit Schneidbrenner und Schweißgerät formte er Platten und Balken zu klaren Gebilden. Stapelung, Wiederholung und Symmetrie kennzeichnen viele seiner Werke. Rund um eine Skulptur verändern sich Öffnungen, Schatten und Linien je nach Blickwinkel und den Bäumen im Hintergrund.

Die Jacobsladder aus Utrecht ist laut Pressemitteilung acht Meter hoch. Ihre übereinander gesetzten, gebogenen Teile lenken den Blick nach oben. Auch Grote vier aus Amersfoort steht im Garten. Werke, die sonst an verschiedenen öffentlichen Orten stehen, sind vorübergehend vereint; dadurch lassen sich Maßstab und Rhythmus direkt vergleichen.
Der Titel einer Skulptur kann eine Richtung weisen, legt aber nicht jede Deutung fest. Vissers abstrakte Formen verweisen oft auf die Natur: Rückgrat, Ast oder ruhendes Tier. Eine Stahllinie neben einem Zweig kann aus einem Winkel ähnlich und aus einem anderen verschieden wirken.
Die Gartenausstellung läuft bis Sonntag, 25. Oktober 2026, und ist kostenlos zugänglich. Dreizehn monumentale Skulpturen sind vorübergehend gemeinsam zu sehen, obwohl sie sonst an verschiedenen öffentlichen Orten stehen.