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Ein Mumiensarg erzählt auch eine Lebensgeschichte

Im Rijksmuseum van Oudheden zeigen Mumien, Särge und Papyri, wie Menschen im alten Ägypten über Tod und Weiterleben dachten. Die Dauerausstellung ist am Montag, 19. Oktober, geöffnet.

Beschilderde Egyptische mummiekist met hiërogliefen, naast een in linnen gewikkeld lichaam.
De kist en mummie van Peftjaoeneith, gefotografeerd in 2009. Foto: Rob Koopman / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0. Rob Koopman / Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.0 · Bildquelle

Die ägyptischen Säle des Rijksmuseum van Oudheden in Leiden bieten mehr als eine Sammlung von Mumien. Die Dauerausstellung erstreckt sich über das gesamte Erdgeschoss und umfasst über 1.400 Objekte aus Ägypten und Nubien. Laut Besucherinformation ist das Museum am Montag, 19. Oktober, von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Der Rundgang beginnt beim Leben am Nil, der Landwirtschaft und Transport ermöglichte. Eine Figur einer Getreidemüllerin und ein hölzernes Modellboot erinnern an den Alltag. Erst danach geht es um Vorstellungen vom Leben nach dem Tod. Diese Reihenfolge gibt den Grabbeigaben einen menschlichen Zusammenhang.

Oude Egyptische lijkwade met een centrale vrouwelijke figuur en religieuze voorstellingen op linnen.
De beschilderde lijkwade van Sensaos uit de collectie van het Rijksmuseum van Oudheden. Foto: Google Art Project / Wikimedia Commons, publiek domein. Rijksmuseum van Oudheden / Google Art Project / Wikimedia Commons · Public Domain Mark 1.0 · Bildquelle

Im Bereich zum Jenseits führt eine Osirisfigur zu Särgen, Papyri und mumifizierten Körpern. Die Ägypter wollten den Körper bewahren und dem Verstorbenen den Weg durch das Totenreich erleichtern. Auf dem großen Sarg des Peftjaoeneith sind die Hieroglyphen sorgfältig gearbeitet: Nach Angaben des Museums boten Schrift und Bild körperlichen wie magischen Schutz.

Ein Sarg kann auch einen Namen bewahren. Das Museum besitzt Mumie, Sarg und Papyrus der Sensaos, die 109 n. Chr. mit sechzehn Jahren starb. Name und Alter stehen in griechischen Buchstaben auf dem Sarg. Der Fund stammt aus einem Familiengrab der Römerzeit; seine Objekte gelangten später in verschiedene europäische Museen. Das ist eine Sammlungsgeschichte, keine Bestätigung der heutigen Platzierung jedes Stücks.

Auch die Mumie der Diptah lenkt den Blick auf einen Menschen. Forschungen deuten auf eine Frau, die wohl 52 bis 70 Jahre alt wurde und um 300–250 v. Chr. lebte. Leinenbinden und bemalte Kartonage zeigen, mit welcher Sorgfalt der Übergang ins Jenseits gestaltet wurde. Das Museum verbindet die vergoldete Maske mit der Hoffnung auf eine göttliche Verwandlung.

Die ägyptische Ausstellung verbindet das Leben am Nil mit Vorstellungen vom Jenseits. Das Rijksmuseum van Oudheden ist am Montag, 19. Oktober, von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Adresse lautet Rapenburg 28 in Leiden.

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