Graffiti zieht von der Straße in die Stallungen
Das Centraal Museum vereint mehr als 120 Werke in einer Ausstellung über den wechselseitigen Einfluss von Graffiti und Gegenwartskunst. Eine Miniatureisenbahn fährt durch den Saal; Besucher können außerdem an einer wachsenden Installation mitwirken.

Die Stallungen des Centraal Museum sind keine Straße, doch Graffiti zieht dort ein. Ab dem 10. Oktober zeigt der größte Ausstellungsraum des Museums, wie Graffiti und Gegenwartskunst einander beeinflussen. Die Ausstellung läuft bis einschließlich 29. März 2027.
Anlass sind 75 Jahre seit der Patentanmeldung für die Spraydose in den Vereinigten Staaten im Jahr 1951. Das Museum vereint mehr als 120 Werke. In der Pressemitteilung steht die Zahl 130, während die Ausstellungsseite mehr als 120 nennt.
Die Namen reichen von Jean-Michel Basquiat und Keith Haring bis Yayoi Kusama und Lawrence Weiner. Zu den Schlüsselwerken zählen laut Museum eine monumentale Leinwand von Haring und zwei futuristische Diptychen von Rammellzee aus der Wildenberg Collection.

Nicht alles hängt unbewegt an der Wand. Josephine Prydes Miniatureisenbahn New Media Express (2014) fährt durch den Raum; Besucher können eine kurze Runde mitfahren. Eine wachsende Installation von Henny Overbeek und drei weiteren Kunstschaffenden lädt zum Mitmachen ein.
Außerdem umfasst die Ausstellung zwei kleinere Präsentationen zur niederländischen Graffiti-Geschichte: VHS, zusammengestellt von der Dutch Graffiti Library, und Rammellzee in den Niederlanden, zusammengestellt von Aileen Middel, auch Mick La Rock genannt. Die Ausstellung geht auf eine Initiative von Museion in Bozen zurück; dort war 2025 eine frühere Version zu sehen.
Die Stallungen befinden sich in den ehemaligen Ställen des Agnietenklosters und sind der größte Ausstellungsraum des Museums. Die Adresse lautet Agnietenstraat 1 in Utrecht. Aktuelle Öffnungszeiten und Eintrittspreise stehen auf der Website des Museums.