Marisol kehrt nach Rotterdam zurück – von Autos bis zu Fischen
Im Depot ist eine Werkschau der venezolanisch-amerikanischen Pop-Art-Künstlerin zu sehen. Mehr als achtzig internationale Leihgaben vereinen ihre Arbeiten; ihre erste museale Einzelausstellung fand 1968 ebenfalls im Boijmans statt.

Ein blauer Ford Falcon im halben Maßstab steht im Mittelpunkt von Marisols Rotterdamer Geschichte. The Car (1964) gehört zu den Werken der Werkschau, die am 9. Oktober im Depot eröffnet wurde. Fast sechs Jahrzehnte nach ihrer ersten musealen Einzelausstellung im Boijmans kehrt die Künstlerin in dieselbe Institution zurück.
Marisol, geboren 1930 als María Sol Escobar in Paris, wuchs in Caracas und den Vereinigten Staaten auf. Sie wurde als venezolanisch-amerikanische Pop-Art-Künstlerin bekannt. Die Ausstellung läuft bis einschließlich 29. März 2027 und umfasst die Galerien I, II und III im dritten, vierten und fünften Stock.
Laut Museum kommen mehr als achtzig internationale Leihgaben nach Rotterdam. Der größte Teil stammt vom Buffalo AKG Art Museum, das Marisols Nachlass verwaltet. Das Museum nennt keine Gesamtzahl der Werke.

In The Car tragen alle Insassen außer dem Fahrer das Gesicht der Künstlerin. Das Boijmans erwarb das Werk 1972. Es ist zugleich Skulptur, Selbstbildnis und Spiel mit der vertrauten Form eines Autos.
Zur Auswahl gehören auch La visita (1964), Mi Mamá y Yo (1968), Filme von Andy Warhol sowie spätere hölzerne Fische und Unterwasserwesen. Das Museum nennt außerdem Kooperationen mit dem Louisiana Museum of Modern Art, dem Kunsthaus Zürich und dem Museum der Moderne Salzburg.
Die Ausstellung ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr im Depot, Museumpark 24, geöffnet. Für die Ausstellung fällt ein Zuschlag von 2,50 Euro auf den Eintritt an.