Im Museum Hindeloopen erzählen Muster von mehr als Schönheit
Seehandel, bemalte Möbel, bedruckte Stoffe und die Hylper Sprache treffen im neu gestalteten Stadtmuseum aufeinander. Am Montag, 19. Oktober, ist es von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Hinter dem Deich, neben der Kirche, liegt das Museum Hindeloopen. Seit der Neugestaltung von 2024 beginnt die Erzählung bei der Seefahrt des Ortes. Nach Angaben des Museums brachte der Ostseehandel Getreide und Holz nach Amsterdam und Wohlstand nach Hindeloopen. Am Montag, 19. Oktober, ist das Haus von 11 bis 17 Uhr geöffnet.
Im Museum nimmt diese Handelsgeschichte eine häusliche Gestalt an. Der Reichtum zeigte sich in der Prunkstube und auf bemalten Gegenständen. Schnörkel, Blätter und Blumen entwickelten sich zu einer unverwechselbaren Bildsprache, die später erneut Beachtung fand. So werden internationale Verbindungen im örtlichen Wohnstil sichtbar.

Auch Kleidung konnte etwas mitteilen. Frauen kombinierten laut Museum indischen Chintz mit karierten Stoffen. Farben und Kleidungsstücke konnten Trauer, Ehestand oder einen Anlass anzeigen. Die Sammlung zeigt Trachten für Frauen, Männer und Kinder. Die Figur zeigt eine Kombination aus Hindelooper Mustern und Kleidungsstücken.
Zu den Objekten gehört der Hindelooper Schlitten, in dem der junge Prinz Willem-Alexander 1968 der Presse gezeigt wurde. Eine örtliche Tradition berührt hier die nationale Erinnerung. Gemälde von Christoffel Bisschop und die Prunkstube sind auch Stationen der kostenlosen Audiotour.
Das Museum widmet sich zudem dem, was noch gesprochen wird. Im Raum Sprache und Zukunft geht es um Hylpers, eine dem Friesischen verwandte Sprache mit eigenen Lauten und Wörtern. Die Audiotour ist in mehreren Sprachen verfügbar, auch auf Hylpers. Neben den Gegenständen bleibt damit eine lebendige Stimme hörbar.
Das Museum Hindeloopen liegt am Dijkweg und ist rollstuhlgerecht. Die Präsentation verbindet Seefahrt, Malerei, Kleidung und die Sprache Hylpers zu einer Ortsgeschichte.