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Letztes Wochenende: gewebte Kunst aus dem TextielLab in Tilburg

Elf Arbeiten zeigen in Mens <3 Machine, wie Künstler, Webspezialisten und Maschinen zusammenarbeiten. Die Jubiläumsausstellung geht ihrem letzten Wochenende entgegen; die eigene Museumswebsite nennt zwei Enddaten.

Ein heller Ausstellungsraum im TextielMuseum mit Vitrinen.
Innenansicht des TextielMuseum in Tilburg, 30. Oktober 2016. Foto: OlafJanssen / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · verkleinert

Bei Peter Struyckens Wandteppich beginnt die Farbe beim Garn. Das TextielMuseum beschreibt, wie der Künstler mit dem Webspezialisten Stef Miero verschiedene Fäden und Webbindungen untersuchte. Das Ergebnis gehört zu Mens <3 Machine – 25 jaar TextielLab, diese Woche noch in Tilburg zu sehen.

Laut Museum versammelt die Ausstellung elf Arbeiten, die im TextielLab entstanden sind. Studio Parade entwarf die räumliche Präsentation. Videoporträts erzählen von den beteiligten Künstlern, Designern und Webspezialisten. Material, Gestaltung und Zusammenarbeit erhalten jeweils einen Platz.

Farbe und Volumen

Die neue Webmaschine des Labors ließ sich über einen Computer steuern. 2002 durfte Struycken als erster Künstler damit arbeiten. Bei seiner Farbpalette musste berücksichtigt werden, wie sich Garne mischen. Das Museum beschreibt, wie Miero verschiedene Webbindungen ausprobierte.

Fransje Gimbrère und Aleksandra Gaca gehören ebenso wie Jan Taminiau zu den Gestaltern der dreidimensionalen Textilien in der Ausstellung. Bei ihren Beiträgen kann Raum Teil der gewebten Konstruktion werden. Dreidimensionale Textilien bringen damit eine andere Form in die Ausstellung als eine ebene Fläche. Das Museum nennt auch Arbeiten von Aiko Tezuka, Koen Taselaar und Ursula Wagner; die Präsentation stellt verschiedene künstlerische Anwendungen des Webens nebeneinander.

Eine Werkstatt mitten im Museum

Das TextielLab ist ein professioneller Entwicklungsort innerhalb des TextielMuseum. Die Besuchsinformationen beschreiben, wie dort individuell entwickelte Projekte entstehen. Die Beteiligten können unter anderem sticken und stricken oder sich für Weben und Tuften entscheiden. Auch Laserschneiden und Posamenten gehören zu den Möglichkeiten. Sowohl Maschinen als auch Handarbeit spielen im Labor eine Rolle.

Besucher können die Werkstatt während ihres Museumsbesuchs sehen. Wer Erläuterungen hören möchte, kann mit dem Handy den QR-Code bei einem Bereich scannen. Die gesprochenen Erklärungen sind auf Niederländisch und kostenlos. Englischsprachige Besucher können den Text lesen. Das Museum bittet Sie, zum Zuhören eigene Kopfhörer oder Ohrhörer zu verwenden.

Ein Detail eines Jacquardwebstuhls mit Lochkarten.
Detail eines Jacquardwebstuhls im TextielMuseum, 11. Januar 2020. Foto: HenkvD / Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · verkleinert

Damit beschreibt das Museum zwei Wege, den Herstellungsprozess zu verfolgen. In der Jubiläumsausstellung zeigen Arbeiten und Videoporträts, was im Labor entstanden ist. In der Werkstatt selbst geht die Entwicklung von Textilien weiter. Welche Projekte Sie bei einem Besuch antreffen, hängt davon ab, woran gerade gearbeitet wird.

Auch Maschinen bekommen eine Geschichte

Eine ältere Museumspublikation über eine Dornier-Webmaschine liefert ein konkretes Beispiel für technische Entwicklung. Es geht um eine 3,5 Meter breite Maschine, mit der größere Flächen ohne Nähte gewebt werden konnten. Die Künstlerin Otobong Nkanga wurde eingeladen, damit an vier Wandteppichen zu arbeiten.

Die Publikation verweist auf eine Präsentation im Kunsthaus Bregenz im Herbst 2021. Sie ist also Hintergrund zur Entwicklung des Labors. Die technischen Möglichkeiten erklären durchaus, warum Künstler und Spezialisten gemeinsam herausfinden müssen, wie ein Entwurf in Textil umgesetzt werden kann.

Praktische Informationen

TextielMuseum: Goirkestraat 96, 5046 GN Tilburg. Dienstag bis Freitag, 10.00–17.00 Uhr; Samstag und Sonntag, 12.00–17.00 Uhr. Montags geschlossen.

Die Eintrittspreise für 2026 betragen 16,00 € für Erwachsene und 6,00 € für Jugendliche von 13 bis einschließlich 17 Jahren. Kinder bis einschließlich 12 Jahre und Inhaber der Museumkaart haben freien Eintritt. Das Museum bittet Besucher, vorab ein E-Ticket zu buchen.

Besuchsangaben am 4. Oktober 2026 geprüft. Der Ausstellungstext nennt sowohl den 10. als auch den 11. Oktober als Enddatum. Fragen Sie deshalb beim Museum nach, an welchem Tag Mens <3 Machine noch besucht werden kann. Dieser Beitrag behandelt das letzte Ausstellungswochenende am 10. und 11. Oktober.

Quellen und Bildnachweise ↗

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