Vom 15. September 2026 bis 3. Januar 2027 zeigt das Kröller-Müller Museum „Van Gogh, all unsere Gemälde“. Alle 88 Gemälde von Vincent van Gogh aus dieser Sammlung sind gemeinsam zu sehen, zum ersten Mal seit 1984. Helene Kröller-Müller trug den Großteil davon zwischen 1908 und 1930 zusammen. Die Ausstellung gruppiert sie um Glaube, Hoffnung und Liebe: drei Wörter, die in seinem Leben und seinen Briefen wiederkehren und hier einen Weg durch das Ensemble vorgeben.
Was Sie sehen, ist also nicht ‚Van Gogh komplett‘. Es ist das, was eine einzige Sammlerin in gut zwanzig Jahren aus einem Werk auswählte, das selbst in etwa zehn Schaffensjahren entstand. Ein früher Weber hängt im selben Rundgang wie ein später Olivenhain, weil Helene beide haben wollte, nicht weil sie je für dieselbe Wand gedacht waren. Dieser Zusammenhang ist das Abenteuer: Sie bemerken, welche Motive sie wiederholte und welche Perioden schwerer wiegen.

Am Samstag, 19. September, schließen die Säle dieser Ausstellung wegen der offiziellen Eröffnung ab 14.30. Wer eigens für die 88 Leinwände kommt, hat an diesem Vormittag bis 14.30 Zeit. Die übrigen Säle und der Skulpturengarten bleiben bis 17.00 geöffnet.
Nehmen Sie zwei Gemälde, die zeitlich nah beieinanderliegen, und fragen Sie sich, was die Hängung ihnen hinzufügt. Manchmal sind es nur Farben, die einander suchen. Manchmal ist es ein Thema, das Sie sonst übersehen würden.



