Ausstellungen
Broodnodig in Schiedam: Kunst vom Land bis zum Tisch
Getreide verarbeiten, in der Küche arbeiten und gemeinsam essen: Ab dem 10. Oktober finden diese Tätigkeiten einen Platz im Stedelijk Museum Schiedam. Broodnodig verbindet Gemälde, Zeichnungen und Filme mit den Menschen hinter einer Mahlzeit.

In Samah Shihadis Zeichnungen verarbeitet ihre Familie Getreide. Für den Filmemacher Jos de Putter ist der Bauernhof seiner Eltern das Thema. Das sind zwei Beispiele aus Broodnodig. Van land, naar keuken en tafel, der Ausstellung, die am Samstag, dem 10. Oktober, im Stedelijk Museum Schiedam beginnt.
Kurator Rawad Baaklini und Researcherin Lieneke Hulshof gliedern das Thema in drei Kapitel. Die Reihenfolge folgt einer Mahlzeit: der Herkunft der Lebensmittel, der Arbeit bei ihrer Zubereitung und der Bedeutung des gemeinsamen Essens. In den Ausstellungsräumen stehen Fotografien neben Filmen, andere Beiträge sind dreidimensional oder gemalt. Die Ausstellung umfasst mehr als siebzig Werke.
Die Arbeit rund um eine Mahlzeit
Die Ausstellung nennt auch Martha Roslers Semiotics of the Kitchen von 1975 und Sophie Calles Le Régime Chromatique von 1997. Bei Calle beschreibt das Museum eine Anordnung aus Farbfotografien, Speisekarten auf einem Stativ und einem Regalbrett. Essen nimmt verschiedene Formen an: eine Handlung, eine Erinnerung oder eine Ordnung von Farben und Gerichten.
Vorbereitet wurde das Thema durch Gespräche mit acht Köchen unterschiedlicher Herkunft. Nach Angaben des Museums griffen die Ausstellungsmacher bei der Zusammenstellung und der Auswahl der Kunstwerke auf diese Gespräche zurück. Die Kapitel verbinden so die tägliche Praxis des Anbauens, Zubereitens und Essens mit ihrer Darstellung in der Kunst.
Ein Museum in einem ehemaligen Hospital
Der Ort fügt seine eigene Geschichte hinzu. Das Stedelijk Museum Schiedam befindet sich im ehemaligen Sint Jacobs Gasthuis. Das heutige Gebäude wurde von Jan Giudici entworfen und 1787 eröffnet. Zwei Flügel liegen um eine Kapelle; das Museum beschreibt einen symmetrischen Grundriss und eine Fassade mit großen Säulen und einem Giebel.
1940 zog das Museum in das Gebäude ein. Die Einrichtung selbst besteht länger: Ihre Geschichte beginnt 1899 mit dem Nachlass von Major Visser. Seine Sammlung historischer Gegenstände kam an die Stadt, verbunden mit der Verpflichtung, ein Museum zu gründen. In den 1950er-Jahren entschied sich der Gemeinderat für Werke lebender niederländischer Künstler. Direktor und Konservator Pierre Janssen kaufte anschließend Arbeiten von Cobra-Künstlern.

Seit 2016 gibt das Museum seiner historischen Sammlung wieder einen bedeutenden Platz in seinen Aktivitäten. Für Broodnodig passt diese Verbindung von Kunst und Gesellschaftsgeschichte: Die Geschichte des Essens wird mit unterschiedlichen Werken erzählt, mit Aufmerksamkeit für die Menschen, die die Arbeit leisten.
Essen in der Museumskapelle
In der ehemaligen Kapelle befindet sich auch das Museumscafé. Die Besuchsseite beschreibt dort ein vegetarisches Mittagsbuffet mit lokalen Produkten, bei dem Besucher zahlen, was sie können. Ein Besuch kann deshalb mit Essen an einem Ort enden, an dem Kunst, Gebäude und tägliche Nutzung zusammenkommen. Das Caféprogramm und das Angebot können sich ändern; die Museumswebsite bietet aktuelle Informationen.
Praktische Informationen
Broodnodig ist vom 10. Oktober 2026 bis einschließlich 14. März 2027 angekündigt. Adresse: Hoogstraat 112, 3111 HL Schiedam. Das Museum ist von Dienstag bis Sonntag zwischen 11.00 und 17.00 Uhr geöffnet. Montags sowie am 25. Dezember und 1. Januar bleibt es geschlossen.
Am 4. Oktober nennt die Besuchsseite einen regulären Eintrittspreis von 21,50 €, einschließlich eines vorübergehenden Zuschlags von 5,00 €. Laut derselben Seite gilt der Zuschlag bis einschließlich 25. Oktober 2026; Inhaber der niederländischen Museumkaart zahlen in diesem Zeitraum 5,00 €. Für Besucher bis einschließlich 18 Jahre ist der Eintritt frei. An der Kasse ist ausschließlich die Zahlung mit Debitkarte möglich. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Preise und einen möglichen Zuschlag.
Besuchsdaten geprüft am 4. Oktober 2026.
Quellen und Bildnachweise ↗