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Ein Spukhaus, das seine Tricks nicht verbirgt

Für BARBARIAN baute Oscar Peters ein immersives Labyrinth aus langsam drehenden Kunststeinmauern, tanzenden Skeletten und beweglichen Mündern. Die Holzkonstruktionen und Bühneneffekte bleiben sichtbar; dieses Handwerk gehört zur Installation.

KI-Bild zur Illustration: fiktive Theaterinstallation; nicht die tatsächliche Ausstellung.
KI-Bild zur Illustration: fiktive Theaterinstallation; nicht die tatsächliche Ausstellung. KI-Bild zur Illustration

Am Ende von BARBARIAN steht neben einem Kartenautomaten ein mehrere Meter hoher Totenkopf. Besucher können ein symbolisches Ticket für das Ende der Existenz kaufen oder erneut ins Labyrinth gehen. Der Künstler Oscar Peters verbirgt die Funktionsweise seines Spukhaus-Szenarios nicht, sondern macht die Kulisse zum Teil des Erlebnisses.

In Monopole gibt es unter anderem tanzende Skelette, große sich nach unten bewegende Mäuler und ein grünes Labyrinth aus nachgebildeten Steinmauern, die sich langsam drehen. Peters untersucht, warum Menschen freiwillig Spannung und Angst suchen, etwa in Horrorfilmen, Spukhäusern und Achterbahnen.

Holzkonstruktionen, Pinselstriche und Bühneneffekte sind bewusst nicht kaschiert. Monopole nennt das Werk eine Hommage an handgemachtes Spektakel in einer Zeit, in der immer mehr Erlebnisse digital sind. Die Installation zeigt den Trick und hält zugleich das Spiel aufrecht.

Historischer Blick vom Lange Haven auf die Appelmarkt in Schiedam (1982); kein Bild des Monopole.
Historischer Blick vom Lange Haven auf die Appelmarkt in Schiedam (1982); kein Bild des Monopole. Foto: Gerard Dukker / Rijksdienst voor het Cultureel Erfgoed · CC BY-SA 4.0 · Bildquelle

Zum Labyrinth gehört auch ein Kuriositätenkabinett mit Gegenständen aus Peters’ eigener Sammlung, darunter Jan Pieńkowskis Pop-up-Buch Haunted House und das Brettspiel Spookslot. Die Ausstellung verbindet so die gebaute Umgebung mit Dingen, die Erinnerungen ans Gruseln wecken.

BARBARIAN ist seit dem 13. September zu sehen und läuft bis einschließlich 17. Mai 2027 im Monopole, Appelmarkt 2A in Schiedam. Der Ort bezeichnet sich als neuer Kunstraum; wie genau er organisatorisch mit dem Stedelijk Museum Schiedam verbunden ist, ist nicht ausdrücklich angegeben.

Monopole ist Dienstag bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Die Installation ist für Rollstuhlfahrer und Nutzer von Rollatoren nur eingeschränkt zugänglich; bezahlt werden kann nur mit Karte. Die KI-Illustration ist fiktiv und zeigt nicht die tatsächliche Installation.

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