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Hals und Rembrandt treffen sich bald in Haarlem

Das Frans Hals Museum eröffnet Hals–Rembrandt am 6. November. Schon vor Beginn lohnt sich der Blick darauf, was ihre Porträts verbindet und worin sich ihre Arbeitsweisen unterscheiden.

Fünf Frauen in dunkler Kleidung mit weißen Kragen an einem Tisch, gemalt von Frans Hals.
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Ein Gesicht kann aus der Entfernung ruhig wirken und sich aus der Nähe in lockere Pinselstriche auflösen. Im Frans Hals Museum können Besucher bald diesen Unterschied bei zwei berühmten Malern des 17. Jahrhunderts untersuchen. Nach Angaben des Museums beginnt Hals–Rembrandt am 6. November 2026 und dauert bis zum 28. Februar 2027. Das Museum stellt damit zwei Künstler gegenüber, die der Porträtmalerei jeweils eine eigene Lebendigkeit gaben.

Das Museum bringt Gemälde von Frans Hals und Rembrandt van Rijn in ungewöhnlichen Gegenüberstellungen zusammen. Beide schufen Porträts, die mehr zeigen als Kleidung oder gesellschaftlichen Rang. Sie malten auch Kinder, Schauspieler und Musiker. Auf der Ausstellungsseite heißt es, dass ihre lockere Pinselführung mitunter ähnlich wirkt, ihre Arbeitsweisen aber verschieden waren: Rembrandt suchte und baute ein Bild in Farbschichten auf; Hals setzte eine Figur oft mit schnellerem, sichererem Strich ins Bild. Beim späteren Besuch lohnt es sich deshalb, nicht nur das Gesicht anzusehen, sondern auch die Stellen, an denen die Farbe noch deutlich als Pinselstrich zu erkennen ist.

Sechs Männer in dunkler Kleidung an einem Tisch mit roter Decke, gemalt von Rembrandt.
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Gruppenporträts liefern eine zweite Frage. Das Museum nennt Gegenüberstellungen unter anderem von Zunftvorstehern und Regentinnen. Zunächst lässt sich beobachten, wie aus einzelnen Personen eine Gruppe wird: Wer scheint das Gespräch zu führen, wer blickt aus dem Bild und wohin lenken eine Hand oder die Tischkante den Blick? Erst danach folgt der Vergleich der beiden Maler. Eine Gruppe bei Hals kann die Aufmerksamkeit anders durchs Bild führen als eine bei Rembrandt, selbst wenn beide Menschen mit einem öffentlichen Amt zeigen. Vor den Gemälden kommen ihre Größe und die gemalte Oberfläche zu dieser Beobachtung hinzu.

Zwei historische Gruppenporträts begleiten diesen Text: eine von Hals gemalte Frauengruppe und eine von Rembrandt gemalte Männergruppe. Sie laden dazu ein, das Sehen schon vor einem Besuch zu üben. Bei Hals fällt der Wechsel von dunklem Stoff und weißen Kragen auf; bei Rembrandt öffnet sich der Raum am Tisch, als wäre gerade jemand zur Sitzung hinzugekommen.

Für einen Besuch nach der Eröffnung gelten einige praktische Bedingungen. Wegen des erwarteten Andrangs ist nach Angaben des Museums eine Online-Reservierung verpflichtend. Zeitfenster bis 15 Uhr sind Einzelbesuchern vorbehalten; Gruppen können ab 15.15 Uhr buchen. Geführte Gruppen müssen laut Museum Flüsteranlagen verwenden. Während Hals–Rembrandt öffnet das Museum bereits um 10 Uhr. Die aktuelle Besuchsseite zeigt Öffnungszeiten und verfügbare Plätze; mögliche Eintrittspreise können sich ändern.

Wer vor dem 6. November nach Haarlem fährt, sollte die neue Ausstellung noch nicht erwarten. Vom 13. Oktober bis einschließlich 5. November sind einige Ausstellungsräume wegen Arbeiten geschlossen, während Höhepunkte weiterhin zu sehen sind. Der Standort Hof liegt am Groot Heiligland 62 und ist regulär von Dienstag bis Sonntag geöffnet; am Montag, dem 26. Oktober, gibt es keinen regulären Museumsbesuch. Die Ausstellung beginnt am 6. November; das Museumsprogramm informiert über die einzelnen Tage.

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