Im Bonnefanten wird Architektur Teil des Besuchs
Aldo Rossis Kuppelturm ist ein Wahrzeichen Maastrichts. Im Inneren führt seine Treppenstraße durch Licht und Säle; eine ständige Präsentation erzählt vom Architekten.

Von der Maas aus ist die zinkverkleidete Kuppel des Bonnefanten leicht zu erkennen. Das Museumsgebäude im Viertel Céramique wurde vom italienischen Architekten Aldo Rossi entworfen und im März 1995 eröffnet. Zuvor war das Gelände industriell genutzt worden. Das Museum wollte dort einen Bau, der zur Identität Maastrichts beiträgt. Der Besuch kann daher draußen beginnen: Wie steht die Kuppel zur Stadt und zum Fluss?
Im Inneren plante Rossi keine geschlossene Reihe gleicher Säle. Nach Angaben des Museums liegen die Flügel um ein zentrales Treppenhaus. Diese Treppenstraße führt wie eine überdachte Straße zu den Ausstellungsräumen. Oberlicht und seitliches Licht verändern die Atmosphäre entlang des Weges. Die äußeren Fassaden sind überwiegend geschlossen, der mittlere Flügel ist offener. Die Architektur bestimmt mit, wann der Blick zur Kunst wandert und wann er den Raum selbst wahrnimmt.

Seit dem 19. September 2026 zeigt das Museum die dauerhafte Präsentation Aldo Rossi: Darling Architecture. Neben dem Gebäude stellt sie Zeichnungen, Modelle, Möbel und Entwürfe für Alltagsgegenstände vor. Ein Teil der ursprünglichen Museumsmöbel, die im Laufe von drei Jahrzehnten verschwanden oder verändert wurden, ist für die Präsentation zurückgekehrt. Danach lässt sich im Treppenhaus eine Idee aus der Ausstellung mit dem Maßstab des wirklichen Gebäudes vergleichen.
Die Fotos zeigen das Gebäude im Jahr 2018 und die Kuppel im Jahr 2020. Zusammen machen sie die Flussfassade und die Form der Kuppel sichtbar.
Ein Besuch kann einem gut lesbaren Weg folgen: von der Flussfassade über die Treppenstraße zum Tageslicht in den Sälen und weiter zur Präsentation über Rossi. Aktuelle Angaben zu Zugang und Ausstellungen stehen auf der offiziellen Museumswebsite. Die Kuppel ist eine bekannte Silhouette, doch das Gebäude erlebt man auch im Wechsel zwischen geschlossenem Stein, offenen Blicken und Licht.