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Im Allard Pierson treffen Antike und Handschrift aufeinander

Das Allard Pierson in Amsterdam bewahrt archäologische Objekte ebenso wie handschriftliche und gedruckte Quellen. Sie liegen nicht alle in derselben Vitrine.

Fassade des Allard Pierson an der Oude Turfmarkt.
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An der Oude Turfmarkt in Amsterdam betreut das Allard Pierson das Kulturerbe der Universität Amsterdam. Seine archäologischen Sammlungen umfassen fast zwanzigtausend Objekte unter anderem aus der griechischen, römischen, ägyptischen und etruskischen Welt. Hinzu kommen Handschriften und frühe Drucke. So stehen materielle Gegenstände und schriftliche Quellen aus vielen Epochen nebeneinander.

Das archäologische Material reicht von Keramik, Skulpturen und Schmuck bis zu Mumiensärgen, Papyri und Textilien. Laut der Wikimedia-Beschreibung ist die fotografierte Vase aus Canosa ein hellenistisches Grabobjekt der Sammlung. Verzierung und Gebrauch ordnen sie in einen historischen Zusammenhang ein. Ihr genauer Platz im Museum kann sich ändern.

Aufwendig verzierte hellenistische Grabvase aus Terrakotta.
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Auch das Schriftgut umfasst viele Jahrhunderte. Das Allard Pierson beschreibt Handschriften vom neunten bis zum einundzwanzigsten Jahrhundert und alte Drucke vom fünfzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert. Es nennt etwa dreihundert mittelalterliche Handschriften und fast sechshundert Inkunabeln, also Bücher aus der Frühzeit des Buchdrucks. Archäologie und Buchgeschichte begegnen sich hier als unterschiedliche Sammlungen.

Für die Forschung bietet eine Handschrift mehr als ihren Text. Pergament oder Papier, Einband, Schmuck und Notizen früherer Leser können etwas über Herstellung und Gebrauch verraten. Das Museum weist darauf hin, dass die Erschließung der Handschriften noch läuft. Ein Teil ist in Katalogen verzeichnet; für anderes Material braucht es die Hilfe einer kuratorischen Fachperson oder einen Besuch im Forschungsraum.

Ein Museumsbesuch und ein Forschungsbesuch folgen deshalb verschiedenen Wegen. Das Museum zeigt wechselnde Präsentationen; für die Einsicht in Erbe im Forschungsraum gelten Antragsregeln und ein gültiger UvA-, HvA- oder externer Bibliotheksausweis. Die Website informiert aktuell über Ausstellungen und Eintritt. Das Eingangsbild zeigt die Fassade im Jahr 2011 und keine heutige Ausstellung.

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