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Zwei botanische Gärten, zwei lebende Pflanzensammlungen

In Leiden und Amsterdam ist die Sammlung ein Garten, der wächst, gepflegt wird und sich mit den Jahreszeiten verändert.

Geometrische Beete im Leidener Clusiustuin.
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Ein Besuch im botanischen Garten führt durch eine lebende Sammlung. Pflanzen werden dort gesammelt, kultiviert, erforscht und gezeigt. Der Hortus botanicus Leiden und der Hortus Botanicus Amsterdam besitzen jeweils eine lange Geschichte und eine eigene Gliederung. Was in Beet oder Gewächshaus wächst, hängt auch von Pflege, Wachstum und Jahreszeit ab.

Leiden wurde 1590 als Lehrgarten für Medizinstudierende gegründet. Der heutige Clusiustuin erinnert an die Anlage von Carolus Clusius und Dirck Cluyt. Er ist eine Rekonstruktion: Der ursprüngliche Garten verschwand vom Lageplan und wurde später anhand historischer Quellen neu angelegt. 2009 kehrte er an einen Ort hinter dem Akademiegebäude zurück. Das Foto zeigt den heutigen Garten, keinen unverändert erhaltenen Garten aus dem sechzehnten Jahrhundert.

Palmen und andere Pflanzen in einem kleinen Gewächshaus in Amsterdam.
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Leiden nutzt Gartenbereiche und Gewächshäuser, um verschiedene Pflanzengruppen sichtbar zu machen. Nach Angaben des Gartens bilden tropische Orchideen aus Südostasien seine größte Forschungssammlung. Eine botanische Sammlung dient somit nicht nur einem schönen Spaziergang, sondern auch Forschung, Bildung und Pflanzenschutz.

Amsterdam begann 1638 als Heilkräutergarten. Heute nennt der Hortus mehr als viertausend Pflanzenarten aus aller Welt. Neben historischen Heilpflanzen gibt es unter anderem ein Palmenhaus, ein Schmetterlingshaus und ein Klimahaus mit verschiedenen Lebensräumen. Das zweite Foto zeigt 2024 ein kleines Gewächshaus und keinen Überblick über die gesamte Amsterdamer Sammlung.

Beide Gärten zeigen, wie Pflanzen geordnet und bewahrt werden, doch Sammlungen und Programme unterscheiden sich. Leiden liegt am Rapenburg 73, der Amsterdamer Hortus an der Plantage Middenlaan 2A. Die Museumsprofile bieten einen Einstieg; die eigenen Websites nennen aktuelle Besuchsinformationen. Eine lebende Sammlung kann bei jedem Besuch anders aussehen.

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