Ein neues Schutzdach für das römische Bad in Heerlen
Das frühere Thermenmuseum ist geschlossen. Am selben Ort entsteht ein neues Museum, das die römischen Überreste besser schützen und zeigen soll.

Das frühere Thermenmuseum in Heerlen ist seit September 2024 für Besucher geschlossen. Darunter liegen die Reste des Badehauses von Coriovallum. Gerade diese archäologischen Spuren sind der Grund für den Neubau: Laut Het Romeins Museum erfüllte das vorige Gebäude die klimatischen Anforderungen für eine langfristige Erhaltung nicht. Es geht also um den Schutz des Ortes selbst und zugleich um seine künftige Präsentation.
Das Badehaus wurde 1935 wiederentdeckt und erhielt 1977 ein Museumsgebäude. Mauern und Böden liegen an ihrem historischen Ort; sie lassen sich nicht wie einzelne Objekte in eine Vitrine versetzen. Das Museum berichtet, dass 2017 eine Restaurierung der Überreste begann. Dabei wurde auch Schaden sichtbar, der unter ungeeigneten Bedingungen entstanden war. Erhaltung und öffentliche Vermittlung müssen im Neubau zusammen gelöst werden.

Der Entwurf von Kraaijvanger Architects und TomDavid Architecten entsteht laut Museumswebsite um das geschützte Denkmal. Die Schutzfunktion ist Teil eines größeren Besucherplans. Backstein verweist auf römische Bauweisen, Keramikpaneele auf die Töpferei von Coriovallum. Auch vergrößerte Formen archäologischer Funde sind für die Fassade vorgesehen. Dies sind Merkmale des angekündigten Entwurfs, keine Beschreibung eines bereits eröffneten Hauses.
Die Fotos zeigen das alte Museumsgebäude von außen und die überdachte Ausgrabung. Sie halten das Thermenmuseum vor Beginn des Neubaus fest. Innen ist zu erkennen, wie der frühere Besuchersteg an den Resten entlangführte. Die alte Halle machte das Bad sichtbar, bot laut Museum aber keinen ausreichenden Klimaschutz. Die Bauaufgabe reicht somit über eine neue Fassade hinaus.
Het Romeins Museum erwartet seine Eröffnung 2028; bis dahin können die Überreste nicht besichtigt werden. Auf seiner Website stehen Bauupdates und der aktuelle Zeitplan. Ein Heerlen-Besuch sollte das Museum vorerst nicht als Besichtigungsziel einplanen. Die Geschichte des Badehauses lässt sich online verfolgen, während an der Coriovallumstraat eine neue schützende Umgebung entsteht.