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Hinter dem Tor des ehemaligen Bredaner Altenheims

Der Eingang des Stedelijk Museum Breda erzählt von fast acht Jahrhunderten Fürsorge, Umnutzung und Anpassung eines historischen Gebäudes.

Historische Schwarz-Weiß-Aufnahme des steinernen Eingangstors mit Giebel und zwei Figuren.
Bildnachweise

Wer das Stedelijk Museum Breda an der Boschstraat betritt, kommt an einem Ort vorbei, der bereits 1246 als Gasthuis erwähnt wurde. Godfried IV. van Schoten vermachte dem Bredaner Hospital damals in seinem Testament Geld. Ursprünglich lag es außerhalb der Stadtmauer an der Straße nach ’s-Hertogenbosch. Arme Reisende, Pilger und kranke Einwohner fanden dort Unterkunft.

Das Gasthuis wuchs um Kapelle, Friedhof, Brauerei und Wäscherei. Ab dem 16. Jahrhundert konnten ältere Menschen dort gegen Bezahlung wohnen. Der Steinmetzmeister Laureys Drijffhout schuf später die monumentale Vorderfront. Zwei alte Männer mit Stöcken flankieren das steinerne Tor; in Breda heißen sie Thijs und Geert. Schon vor dem ersten Saal verraten sie etwas über die frühere Nutzung.

Historische Schwarz-Weiß-Aufnahme des Innenhofs mit Fenstern und kleinem Glockenturm.
Bildnachweise

1798 wurde das Gasthuis offiziell zum Oudemannenhuis, einem Altenheim für Männer. Es bot 51 Männern über sechzig Platz und hatte unter anderem Kranken- und Schlafsäle. Als sich die Altenpflege veränderte, verlor das Haus seine Funktion und schloss 1953. Das historische Foto des Innenhofs zeigt einen früheren Zustand, nicht die heutige Museumseinrichtung.

Das Gebäude wurde weiter genutzt. 1956 eröffnete das Kulturzentrum De Beyerd, 2008 folgte das Graphic Design Museum, später MOTI. Seit 2017 ist die Boschstraat 22 Sitz des Stedelijk Museum Breda. Der Museumsplan beschreibt einen Komplex aus denkmalgeschütztem Altbau, Neubau und umgebautem Teil. Nach einer Schließung zur Erneuerung der Böden in den Sälen und öffentlichen Räumen öffnete das Museum schrittweise wieder.

Damit ist der Eingang mehr als ein Durchgang: Ein Ort für Reisende und ältere Menschen wurde zum Haus für Kunst und Stadtgeschichte. Thijs und Geert stehen über dem Tor; dahinter liegen die Räume des heutigen Museums. Geöffnet ist das Museum dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr, am Wochenende von 10 bis 17 Uhr. Aktuelle Besuchsinformationen stehen auf der Museumswebsite.

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